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RSF
Radikal-Soziale Freiheitspartei |
 
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Gründung:  
Vorstand:  
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  27.1.1946 (2)
  1. Vorsitzende:
Richard Batz
Peter Thielen   * 1891   † 4.9.1957
Jugendreferent: Carl August Egert  (2)(5)
   
Landesverband Bremen (gegr. 1947):  
1. Vorsitzender: Claus Müller (2)
   
Landesgruppe Hamburg ?: (8)  
1. Vorsitzender: ?
   
Landesgruppe Niedersachsen:  
1. Vorsitzender: Walter Hanke
Organisationsleiter: Hermann Stephan
Geschäftsführer: Karl Köhler (4)
   
Landesgruppe Nordrhein-Westfalen ? (8):  
1. Vorsitzende: ?
   
Landesgruppe Schleswig-Holstein ? (8):  
1. Vorsitzende: ?
 
Anm.: Laut Richard Stöss hatte die RSF 3 Landesverbände.
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Auflösung:  
Mitgliederzahl:
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9.9.1950  
1000 n. Stöss / 5000 n. Bartsch (1)/(3)
davon in Hamburg 1200 (3)
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Die RSF gliederte sich neben dem Bundesverband in die Landesverbände Bremen (ab
1947), Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Schleswig-Holstein (Angaben hierzu
nicht ganz eindeutig).
Ferner bestanden eine Vielzahl von Kreis- und Ortsgruppen (Wer hat nähere
Informationen ?) (1)(3)(4).
Darüberhinaus unterhielt die Partei den Freisozialen Jugendverband FSJ, dessen
Vorsitzende bis Januar 1950 Hein Beba , Nachfolger Fredi Kürten waren . (3) |
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27.1.1946 2.1946 1947 13.6.1948 1949 9.9.1950
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Gründungsparteitag in Düsseldorf
Vereinigungsparteitag in ?
?
Hamburg
?
Bielefeld (Verschmelzungsparteitag) (2)(3)
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Bundestagswahl 1949
Stimmen:  216749 (0,9 %)  
davon in:  
Baden-Württemberg*: 2428 (0,1%)
Bremen: 6446 (2,1%)
Hamburg: 13830 (1,5%)
Niedersachsen: 33275 (1,0%)
Nähere Infos
Nordrhein-Westfalen: 142648 (2,1%)
Schleswig-Holstein: 18122 (1,3%)
 
* Summe von Baden, Württemberg-Baden u. Württemberg-Hohenzollern
   
Landtagswahl Bremen  
1947 2410 (1,1%)
   
Landtagswahlen Hamburg  
1946 20034 (0,7%)
1949 15505 (2,0%) = 1 Mandat
   
Landtagswahl Nordrhein-Westfalen  
1950 122878 (2,0%)  
Ferner errang man verschiedene Kommunalmandate (wer, wann, wo ?).
 
(2)(5)
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Die Radikal-Soziale Freiheitspartei, RSF, entstand auf Initiative u.a. von
Richard Batz (Architekt und Aktivist des Fisiokratischen Kampfbundes), Alois Kokaly, Peter
Thielen (Bundesbahnrat) und Carl August Egert am 27. Januar 1946 in Düsseldorf als eher
bescheidene Parteigründung. Schon wenige Wochen später aber, auf einem
Vereinigungsparteitag im Februar, erfuhr die RSF durch den Anschluß der nachfolgenden
Parteien eine erhebliche Vergrößerung:  
Deutsche Friedenspartei (Köln),
Freiwirtschaftliche Partei (Aurich),
Freiwirtschaftspartei (Solingen),
Radikal-Sozialistische Freiheitspartei (Bottrop).
 
Die Gründung der RSF war Ausdruck der Unzufriedenheit vieler Freiwirtschaftler mit dem
überparteilichen Weg des Freiwirtschaftsbundes (FWB), den man als gescheitert ansah. Fortan
standen beide Vereinigungen oftmals in heftiger Konkurrenz zueinander, was dem
parteipolitischen Erfolg nicht gerade förderlich war.
Kernpunkt der Radikal-Sozialen Freiheitspartei war die Freiwirtschaftslehre nach Silvio
Gesell, auch als natürliche Wirtschaftsordnung bezeichnet. Durch die überwiegende
Abschaffung des Besitzrechtes an Grund und Boden und dessen Umwandlung in ein Nutzungsrecht
sowie eines zinslosen Geldes nebst Umlaufsicherung erwartete man eine gerechtere Verteilung
von Vermögen, Verminderung von Wirtschaftskrisen, Verhinderung von Kriegen. Mit der
Namenswahl wollte man den Bürgern mitteilen, daß die soziale Frage durch radikale - an die
Wurzeln gehende - Maßnahmen gelöst werden muß. Dabei sollte die größtmögliche Freiheit für
den einzelnen Bürger garantiert werden (5).
Das ”Zielprogramm“ des Vereinigungsparteitages vom Februar 1946 beinhaltete die
Thesen:  
1. Überwindung aller Absatzstörungen und der Arbeitslosigkeit durch Einführung des Freigeldes.
2. Überführung des unverdienten Zinseinkommens privilegierter Nutznießer in die Löhne und Gehälter des Schaffenden.
3. Freiland für alle und Aufhebung der privaten Grundrente, die den Müttern entsprechend ihrer Kinderzahl gehört.
4. Ausschaltung des Staates aus allen wirtschaftlichen und persönlichen Angelegenheiten einschließlich der Ehe.
5. Abbau des Staates und Durchführung aller noch verbleibenden öffentlichen Aufgaben durch die demokratische Selbstverwaltung.
6. Sicherung des Friedens durch völlige Freizügigkeit der Menschen und Güter. (3)
Im August des gleichen Jahres veröffentlichte der wissenschaftliche Beirat der Partei
das umfangreichere ”Sofortprogramm“.
Die ersten Wahlen des Jahres 1946 in der britischen Zone wurden mit dem ”Zielprogramm“
bestritten. Mit großen Hoffnungen gestartet, blieben die Ergebnisse allerdings hinter den
eigenen Erwartungen zurück, auch wenn, wie im niedersächsischen Sebexen mit 52 %, der ein
oder andere Pluspunkt zu verzeichnen war.
Der Ernüchterung folgend gab es 1947 Bestrebungen die freiwirtschaftlichen Gruppierungen
wieder mehr zu einen. Die Bildung eines ”Zentralausschußes der deutschen NWO-Bewegung“
wurde angedacht; das Treffen mit Karl Walker vom Neuen Bund, Helmut Haacke (FWB), Rudolf
Zitzmann (NWO-Bund) und Bernhard Hamelbeck (RSF) brachte hingegen keine greifbaren
Resultate.
Auch die Bundestagswahlen 1949 mit bundesweit 0,9% der Stimmen (allerdings war man in
Bayern, Hessen u. Rheinland-Pfalz nicht auf dem Wahlzettel) bescherten nicht das
Gewünschte. So ist in einem Schreiben der RSF Landesgruppe Niedersachsen vom 7.7.1949 (4)
an den Ministerpräsidenten Knopf zu lesen, man erwarte in Nordrhein-Westfalen ca. 1 Million
Stimmen (tatsächlich wurden es 142648). Erschwerend in dieser Zeit muß man die
Ungleichbehandlung zwischen den großen und kleinen Parteien der RSF zugute halten. So
bekam sie erst 14 Tage vor dem Wahltermin von den britischen Besatzungsbehörden ihre
offizielle Arbeitsgenehmigung (5). Das einzige Landtagsmandat konnte die Partei mit
Willi Eberlein 1949 bei den Bürgerschaftswahlen in Hamburg erringen. (Anm.: Der 1949 auf
der Landesliste der RSF Niedersachsen zur Bundestagswahl 1949 kandidierende Heinrich Weeke
war von 1951 bis 1955 Mitglied des Niedersächsischen Landtages, bis zum 4. November 1952 im
Rahmen der DP/CDU [Niederdeutsche Union], von da an als Fraktionsloser aufgrund seines
Übertrittes zur FSU.)
Verstärkt warb man um Heimatvertriebene und Flüchtlinge. Ein Aktionsprogramm ”zur
Befreiung des deutschen Volkes aus einer unhaltbaren Lage“ sowie zur Überwindung der ”durch
Währungsschwindel und Spargutverschiebung hervorgerufenen unmenschlichen Not der
Heimatvertriebenen und Flüchtlinge...“ wurde vorgelegt. Eine vierköpfige Delegation mit
Richard Batz und Alois Kokaly handelten in Sondierungsgesprächen eine Vereinbarung mit
dem ”Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) zur anstehenden Landtagswahl 1950
in Nordrhein-Westfalen aus, die aber kurze Zeit später vom BHE-Vorsitzenden widerrufen
wurde. Trotzdem versuchte die RSF weiterhin den Eindruck zu vermitteln, der BHE stünde
hinter ihnen. (3)
Zunehmend wurde der Name der RSF sowie ihre Politik in Frage gestellt. Am 9. September
1950 verschmolz man in Bielefeld, unter anfänglicher Mißbilligung von Peter Thielen, mit
der Frei Sozialen Partei FSP der französischen und der Sozialen
Freiheitspartei SFP der amerikanischen Zone schließlich zur
Freisozialen Union FSU. Dessen erster Vorsitzender bis 1952 Richard Batz war, von 1956 bis
1957 hatte Peter Thielen diesen Posten inne. (2)(3)(5)(6)
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1. RSF-Mitteilungen
 
- Hagen, 1 Jahrg. 1947 - 3. Jg. 1949;
- danach unter dem Titel "Der freie Mensch", 3. jg. 1949 - 6. Jg. 1952;
- fortan als "Freisoziale Presse", Lüdenscheid, 6. Jg. 1952 - 26. Jg. 1972,
Ab September 1950 unter dem Dach der FSU.
Mit der Nummer 48 wurde das Erscheinen eingestellt. (2)
 
2. RSF-Rundschreiben
 
Ermittelte Ausgaben 1947/48. (2) |
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  Logo Raikal-Soziale Freiheitspartei RSF (4)
 

   
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  RSF Mitteilungen Nr. 13/1948, I. April-Ausgabe (9)
 

   
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  RSF Sofortprogramm (7)
 

   
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  RSF Sofortprogramm / Rückseite (7)
 

   
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  RSF Briefkopf 1 LG Niedersachsen (4)
 

   
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  RSF Briefkopf 2 LG Niedersachsen (4)
 

   
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  RSF Anti-Ministerpräsident Kopf-Demonstration in Norden (10)
 
 v.l.n.r.: Elimar Rosenbohm, Johann Rosenbohm, Wieland Nordwall (11)
  ! Nutzunsbedingungen für dieses Bild bzw. diese Informationen (RSF-Demo) !  
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![RSF Sofortprogramm Rückseite]()
   
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Quellenverzeichnis:  
(1) Richard Stöss (Hg.), Parteienhandbuch, Westdeutscher Verlag, Opladen 1984, S. 287
(2) Richard Stöss (Hg.), Parteienhandbuch, Westdeutscher Verlag, Opladen 1984, S. 1397-1421
(3) Güter Bartsch, Die NWO-Bewegung Sivio Gesells, Gauke Verlag, Lütjenburg 1994, S. 183-188, 190
(4) Niedersächs. Staatsarchiv, Signatur Nds 108 Acc 52/92 Nr. 69, Lizensierung der RSF in der brit. Zone bzw. Teilnahme an der Bundestagswahl 1949
(5) www.humanwirtschaftspartei.de > Geschichte > RSF
(6) www.humanwirtschaftspartei.de > Geschichte > FSU
(7) RSF-Sofortprogramm (Archiv Roger Behn)
(8) RSF-Handbuch, Ausgabe Januar 1948, Kapitel I. A. 4, S. 1 - 6 (Archiv Roger Behn)
(9) http://www.ne.nw.schule.de/hbs-neuss/Unterricht/Geschichte/nachkrie/rsf.htm
(10) http://de.wikipedia.org/wiki/Radikal-Soziale_Freiheitspartei
(11) http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer_Diskussion:Anselm_Rapp
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